30 Jahre Direktvermarktung am Weidenhof - Transparenz als Schlüssel zur Akzeptanz

Von links: Claudia Müller, Angelika Ibisch, Karin Voss, Marina Sinsel, Susanne Hanke, Banina Dudic, Anette Schmitz, Ingrid Grillwitzer, Tomek Rybicki, Birgit Stenzel, Roland Herbert, Stefanie Orth, Marika Buachidze-Ott, Svetlana Momoshova; es fehlt: Sabine NickelNeudorf. Der Weidenhof blickt in diesem Jahr auf 30 Jahre erfolgreiche Direktvermarktung zurück. Seit dem Start im Jahr 1995 hat sich der Betrieb zu einem regional etablierten Unternehmen entwickelt, das heute 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und rund ein Drittel seiner Milch direkt vermarktet.

Die Vermarktung erfolgt als pasteurisierte Milch, Milchmix-Getränke oder auch Joghurt. Die Produkte können im WeidenHofLaden, in einem der Regiomaten am Hof, auf einer der vielen Liefertouren, in einigen Rewe-Märkten oder auch in ausgewählten Hofläden erworben werden.

Ein zentraler Baustein dieses Erfolgs ist die konsequente Transparenz gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. „Wer unsere Produkte kauft, kann jederzeit nachvollziehen, wie wir arbeiten und wo die Milch herkommt – das schafft Vertrauen und Akzeptanz“, betont Claudia Müller. Herzstück dieser Offenheit ist nicht nur der jederzeit zugängliche Stall, sondern auch die eigene Hofmolkerei, in der die Milch täglich frisch verarbeitet wird.

Durch die vielen Führungen von Kindergartengruppen/Schulklassen, Hoffeste, Info-Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen, das erste Maislabyrinth oder auch durch die Kooperation mit der Vorschulgruppe des Aben-teuerlands Hesseldorf, trägt der Weidenhof aktiv dazu bei, das Bild der Landwirtschaft zu verbessern.

Doch trotz aller Erfolge sieht sich die Landwirtschaft nach wie vor öffentlicher Kritik ausgesetzt. Viele Landwirte erleben, dass sie sich ständig rechtfertigen müssen – oft ohne fachliche Grundlage.

„Wir müssen unsere Abläufe besser transportieren und zeigen, was wirklich hinter moderner Landwirtschaft steckt.“ Die 30 Jahre Direktvermarktung zeigen, dass Offenheit und Dialog nicht nur möglich, sondern ein Erfolgsmodell sind.