Wächtersbach. Das neue Konzept der ersten Wächtersbacher SchlossWeihnacht ging voll auf. Für die Besucher gab es viel Neues zu entdecken. Besonders beeindruckt waren die meisten wohl von der imposant dekorierten Hochzeitswiese neben dem Schloss. Hier wurde so manches Erinnerungsfoto festgehalten.
Pünktlich zur Eröffnung hörte der Nieselregen endlich auf. Bürgermeister Andreas Weiher eröffnete um 15 Uhr den Markt und begrüßte die bereits zahlreichen Besucher und bedankte sich besonders beim Bauhof für den tatkräftigen Einsatz, bei den Ausstellerinnen und Ausstellern, bei der Veranstalterin Ute Metzler von der Messe Wächtersbach GmbH, bei Verena Kohler für die Organisation und Helen Seeber, Erste Vorsitzende vom Verkehrs- und Gewerbeverein e.V. sowie allen Helfenden. Mit 34 Ausstellern waren es doch auch einige mehr als im Vorjahr. Kunsthandwerk, Hausmacher Wurst, kulinarische Highlights - es blieben kaum Wünsche offen. Auch die Tombola von Christel Mecke gemeinsam mit der evangelischen Kirche war genauso vertreten, wie der Verkauf des Kalenders zugunsten des Frauenhauses.
Er wies auf die festlich geschmückte Altstadt und den Brunnen vor dem Alten Rathaus (geschmückt vom Altstadtförderverein) hin. Ebenso auf die Möglichkeit, in der Altstadt die Geschäfte zu besuchen oder sich bei Café Tally’s, NINAS sowie beim Lädchen Kreatives Chaos zu stärken. Der Altstadtförderverein war in der Bachstraße 3 mit einem Glühwein-Stand dabei und verkaufte Kunstwerke sowie den Altstadtkalender.
Er lobte die Neugestaltung und freute sich, dass der Markt nun am Schloss angekommen ist. Auch wenn der Platz im nächsten Jahr nochmal anders aussehen wird.
Er gab einen kurzen Überblick auf das Programm und dann übernahmen die Kindergärten, die wieder traditionell Weihnachtsschmuck mit den Kids gebastelt haben. Dieser wurde dann eifrig an die beiden Tannenbäume angebracht. Die Elisabeth-Curdts-Tagesstätte, die Kita Regenbogen und die Kindertagesstätte Abenteuerland waren in diesem Jahr dabei. Als Dankeschön erhielt jedes Kind einen Gutschein für das wunderschöne und große Karussell, welcher direkt eingelöst wurde. Besonders beliebt waren hier die fliegenden Untertassen und Raketen, weil man sie manuell hoch fliegen lassen konnte. Auch der acht Meter grosse Weihnachtsmann neben dem Karussell kam bei den kleinen Besuchern sehr gut an.
Um 16 Uhr, pünktlich auf die Minute, betrat der Nikolaus den Markt und eine Schar Kinder gefolgt von ihren Eltern begleiteten ihn bis zur Bühne. Einige Gedichte, die fleissig auswendig gelernt wurden sowie Lieder wurden dem Nikolaus präsentiert. Bürgermeister Weiher kam dem Nikolaus zur Hilfe, damit niemand lange warten musste. Ausgestattet mit Weckmann und Mandarine, konnten die Kinder dann direkt zu Margarethe Haupt ins Schloss zur Vorlesestunde gehen und es sich im weihnachtlich hergerichteten Foyer gemütlich machen. Margarethe Haupt ist zertifizierte Vorleserin und vielen bekannt durch die Lesestube auf der Wächtersbacher Messe. Ebenso hat sie immer wieder regelmäßig in der Elisabeth-Curdts-Tagesstätte vorgelesen.
Unter der Leitung von Gereon Fuchs betrat dann um 17 Uhr der Musikzug Wächtersbach den Musikpavillon und unterhielt die Besucher. Ab ca. 19.30 Uhr übernahmen WKKW und brachten so richtig Stimmung auf den Platz. Auch der letzte Zentimeter war nun mit Besuchern gefüllt und die Stimmung großartig! Rock- und Popsongs mit Weihnachtsliedern gemischt - hier war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die kleinen Besucher kamen auf ihre Kosten. Einige von ihnen durften zu „In der Weihnachtsbäckerei“ mit auf die Bühne und hatten sichtlich Spaß dabei.
Leider war uns das Wetter nicht so gut gesonnen und der Sonntag startete etwas verregnet. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde trotzte aber dem Wetter und unterhielt die Besucher mit weihnachtlichen Klängen.
Die Jugendband „Nova Beat“ hatte ihren Auftritt leider wetterbedingt kurzfristig abgesagt.
Glücklicherweise klarte es gegen Mittag etwas auf und der Regen hatte Erbarmen.
Ab 13 Uhr lud das Heimatmuseum zur kostenlosen Besichtigung ein. Ab 14 Uhr konnte man wieder bei Margarethe Haupt im Schloss-Foyer Platz nehmen. Um 15 Uhr war er dann wieder da: Der Nikolaus. Er drehte eine große Runde über den Markt, am Karussell vorbei und wieder zurück. Zahlreiche Kinderaugen strahlten, etliche Erinnerungsfotos wurden geschossen und die Weckmänner und Mandarinen verzehrt.
Unter der Leitung von Hanni Schilling gab die Honey Crew das großartige Schlusskonzert. Und so endete das erste Adventswochenende mit der ersten Wächtersbacher SchlossWeihnacht.
„Wir bedanken uns bei allen Ausstellerinnen und Ausstellern, bei den Besuchern, bei den Kindern, die so zahlreich die Bäume geschmückt haben und generell bei allen Helfern, die hinter den Kulissen mitgewirkt haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit!“
Bad Soden-Salmünster. Seit diesem Schuljahr läuft im Ganztagsangebot der Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster eine IT-AG in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Unternehmen Maxworx.
Das IT-Unternehmen Maxworx ist Mitglied der bundesweiten Initiative Wissensfabrik e.V., bestehend aus über 130 Unternehmen und Stiftungen, die sich für die Förderung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bei Kindern und Jugendlichen einsetzt, um die Innovationsfähigkeit und Fachkräftesicherung in Deutschland zu stärken.
Joelina Graf, Mitarbeiterin des Unternehmens Maxworx, unterrichtet den IT-Kurs mit dem Material des praxisnahen Bildungsprojekts „IT2School“, das handlungsorientiert, interaktiv und haptisch die Funktionsweise des Internets und Grundlagen des Programmierens vermittelt.
Das Unterrichtspaket „IT2School“ wurde von der Wissensfabrik e.V. gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Didaktik der Informatik der Universität Oldenburg entwickelt.
Das Unternehmen Maxworx sieht in der Zusammenarbeit mit der Henry-Harnischfeger-Schule einen großen Erfolg und lobt die Schülerinnen und Schüler für ihr großes Interesse und ihre Mitarbeit: „Wir vermitteln Grundlagen der IT und freuen uns Schülerinnen und Schüler dabei aktiv unterstützen zu können. Gleichzeitig lernen wir unsere zukünftigen Praktikanten, Auszubildenden und Studierenden kennen. Wir zeigen mit unserem positiven Beispiel auch anderen Unternehmen, dass eine Kooperation mit Schule und der Wissensfabrik e.V. als Partner funktioniert.“, erklärt Joelina Graf von Maxworx.
Davon wollten sich auch Mitarbeiter und Partner der Wissensfabrik e.V. persönlich überzeugen und waren zu Gast in der Henry-Harnischfeger-Schule. Sie erlebten ihr Unterrichtsmaterial im Einsatz und interviewten Schülerinnen und Schüler, um so eine direkte Rückmeldung zu erhalten.
Dr. Markus Riefling, Bildungsreferent bei der Wissensfabrik e.V., zeigte sich erfreut darüber, wie gut das Unterrichtsmaterial an der Henry-Harnischfeger-Schule angenommen wird.
In Rollenspielen übernahmen die Schülerinnen und Schüler z.B. die Funktionen eines Routers, Providers, DNS-Servers und mussten darstellerisch Kontakte zueinander herstellen. Danach ging es an den schuleigenen Laptops an das Programmieren eines Computerspiels.
Julia Czech, Pädagogische Leitung der Henry-Harnischfeger-Schule, bedankt sich insbesondere bei Joelina Graf und der Initiatorin der Kooperation, Frau Ida Göbel, für das gemeinsame Projekt: „Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren von der Arbeitsgemeinschaft enorm: Sie lernen von und mit IT-Experten und erarbeiten sich Erkenntnisse und Arbeitsweisen, die in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt relevant sind. Kooperationen wie unsere entdecken und fördern junge Talente und sichern Zukunftschancen.“
Main-Kinzig-Kreis. Das Projekt „WibiNA – Wildbienen-Netzwerk-Agrarlandschaft“ des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig-Kreis e.V. ist ab sofort Mitglied im Projekt „Lernfeld Landwirtschaft“ des Landkreises. Offiziell besiegelt wurde die Zusammenarbeit durch die Übergabe einer Mitgliedsplakette durch Dezernent Andreas Hofmann.
Das „Lernfeld Landwirtschaft“ hat das Ziel, Kindern und Jugendlichen praxisnah zu vermitteln, wie vielfältig unsere landwirtschaftlichen Betriebe sind und wie der Arbeitsalltag auf einem Bauernhof aussieht. Mit dem WibiNA-Projekt erhält das Netzwerk eine wichtige Ergänzung im Bereich Artenvielfalt und Bestäuberleistungen und vermittelt, wie diese untrennbar mit unserer Nahrungsmittelproduktion zusammenhängen.
Bereits am Tag nach der offiziellen Übergabe der Mitgliedsplakette war die Kita Goldregen aus Kilianstädten zu Gast im Wildbienengarten. Pädagogin Lara Lang vermittelte den Kindern spielerisch, warum Wildbienen nicht nur für bunte Blumenwiesen, sondern auch für unsere Ernährung unverzichtbar sind. Denn ohne die Bestäubung durch die Wildbienen gäbe es viele Obst- und Gemüsesorten in deutlich geringerer Vielfalt und Menge.
„Es ist schön zu sehen, wie lebendig Wissen über Landwirtschaft und Naturschutz vermittelt werden kann. Gerade Kinder profitieren davon, wenn sie die Zusammenhänge zwischen Natur und Alltag direkt erleben dürfen“, betonte Landwirt Erhard Schmidt, Projektpartner des WibiNA-Projekts.
Mit der Aufnahme von WibiNA wird das Themenspektrum des Lernfelds Landwirtschaft um einen weiteren wichtigen Baustein erweitert. Interessierte Kitas oder Schulgruppen des Main-Kinzig-Kreises können sich gerne an die Projektkoordination wenden und einen Termin für eine Wildbieneneinheit vereinbaren. Ansprechperson im Wildbienen-Netzwerk-Agrarlandschaft „WibiNA“ ist Johanna Hepp (
Gelnhausen. Vor zehn Jahren entstand eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: Menschen sollen mobil bleiben – unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Heute ist die Fahrradwerkstatt im Keller der Gemeinschaftsunterkunft „Vor der Kaserne 4“ in Gelnhausen ein wichtiger Treffpunkt für viele Geflüchtete und ein Ort gelebter Solidarität. Unterstützt vom DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern sorgt ein engagiertes Team dafür, dass Fahrräder, Roller, Kinderwagen und vieles mehr wieder fahrtüchtig werden – unentgeltlich und zuverlässig. Ob eine Schraube nachgezogen oder ein ganzes Rad repariert werden muss – hier wird geholfen, bis alles wieder rund läuft. „Die Freude ist jedes Mal groß, wenn ein repariertes Rad die Mobilität zurückbringt“, sagt Thomas Kramer, Leiter der Werkstatt. „Es bedeutet, selbstständig zum Job oder Einkaufen fahren zu können, die Kinder in den Kindergarten zu bringen oder einfach unabhängiger zu sein.“ Die Werkstatt ist weit mehr als ein Ort für handwerkliche Hilfe. Sie schafft Begegnungen, fördert Integration und verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft – weit über das Schrauben hinaus.
Das Deutsche Rote Kreuz Gelnhausen-Schlüchtern betont die Bedeutung des Projekts: „Die Werkstatt verbindet praktische Hilfe mit sozialem Engagement. Sie zeigt, wie einfache Ideen großen Nutzen für viele Menschen stiften können“, sagt Felix Porstner von der Migrationsberatung. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete in den Unterkünften in Gelnhausen.
Die Fahrradwerkstatt steht für Werte, die das Rote Kreuz seit jeher prägen – darunter Menschlichkeit, Freiwilligkeit und Zusammenhalt. Diese Grundsätze sind Teil der sieben Rotkreuz-Prinzipien, die weltweit gelten und das Handeln des DRK leiten.
Zehn Jahre Engagement bedeuten zehn Jahre gelebte Grundsätze – ein Projekt, das Menschen bewegt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Brachttal. Eine große Delegation des Museums- und Geschichtsvereins Brachttal begleitete den stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Berting ins Main-Kinzig-Forum nach Gelnhausen, wo ihm Landrat Thorsten Stolz und Christine Rädler vom Zentrum für Regionalgeschichte in einer Feierstunde die Medaille für Heimatpflege und Geschichtsforschung 2025 verliehen. Alle fanden: Uli hat es verdient!
Außer Ulrich Berting erhielten auch Monika Ruppel aus Bad Soden-Salmünster und der Heimat- und Geschichtsverein Klein-Auheim diese Auszeichnung. Die Feierstunde wurde musikalisch von Kurt Racky mit seiner Drehleier umrahmt. Der Landrat erläuterte, dass Karl Eyerkaufer 1988 diese Auszeichnung eingeführt habe, um Personen und Institutionen aus den drei Altkreisen zu ehren, die sich herausragende Verdienste um die Heimatforschung und Geschichtspflege erworben hätten. „Aus der Geschichte können wir Lehren ziehen, das ist heute wichtiger denn je“, sagte Stolz. Ulrich Berting aus Schlierbach sei 2006 dem Museums- und Geschichtsverein Brachttal beigetreten und sei seit 2007 stellvertretender Vorsitzender. Sein besonderes Interesse gelte der Waechtersbacher Keramik, einem Label, das einst Weltruhm erlangt habe. Für das Brachttal-Museum in Spielberg habe Berting einige Ausstellungen zu diesem Thema entworfen und mitgestaltet, ebenso Ausstellungskataloge und Bücher. Ebenso habe er dazu beigetragen, dass die Schlierbacher Schulchronik und die Zeichenmappe Christian Neureuthers restauriert werden konnten. Ulrich Berting habe so viel zur Erinnerungskultur in Brachttal beigetragen.
Ulrich Berting dankte für die Auszeichnung und wertete die Medaille als Zeichen gegen die Vernichtung des Kulturgutes. Als gebürtigen Schlierbacher hätten ihn die Geschehnisse in seinem Heimatort interessiert. Seit 50 Jahren beschäftige er sich mit der Geschichte der Waechtersbacher Keramik, und das sei eine große Herausforderung. Er habe für das Brachttal-Museum Ausstellungen und Kataloge konzipiert. Derzeit arbeite er an einem Buch über Ursula Fesca, das sei bereits das sechste Fachbuch des Vereins. Brachttals Bürgermeister Wolfram Zimmer dankt Berting für seinen Einsatz. Auch in die Ausgestaltung der 750-Jahr-Feier Schlierbachs sei der Verein eingebunden. Die Gemeinde unterstütze die Projekte des Vereins.
Wächtersbach. Am Freitag, 5. Dezember, verwandelte sich die evangelische Gemeindebücherei in eine kleine vorweihnachtliche Werkstatt. Zahlreiche Kinder nahmen am Lese- und Bastelnachmittag teil, der ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Kreativität und Adventsfreude stand.
Der Nachmittag begann mit einer Kamishibai-Vorführung des Bilderbuchs „Ein Fest für alle“. Mit großen, farbenfrohen Bildkarten und einer lebendigen Erzählweise gelang es der Vorleserin, die jungen Zuhörer sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die Kinder lauschten aufmerksam, stellten Fragen und kommentierten begeistert die Szenen, in denen Freundschaft, Zusammenhalt und ein besonderes winterliches Fest im Mittelpunkt standen.
Im Anschluss daran durften die Kinder selbst aktiv werden. Bei der Bastelaktion entstanden dekorative Weihnachtsbäume und Kerzen aus Papier. Unterstützt vom Betreuungsteam der Bücherei entwickelte sich ein fröhliches Miteinander, bei dem viele kleine Kunstwerke und noch mehr strahlende Gesichter zu sehen waren.
Der nächste Bastelnachmittag ist bereits in Planung und wird im Frühjahr stattfinden. Die Bücherei bleibt in den Weihnachtsferien geschlossen und öffnet wieder am 15. Januar 2026.
Wächtersbach. Als am 24. Februar 2022 der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausbrach, ahnte niemand, dass sich dieser bis zum heutigen Tag hinzieht und dessen Ende, trotz intensiver Friedensbemühungen, noch nicht absehbar ist. In den Nachbarstaaten machten sich Angst und Sorge breit, dass sich der Krieg auch auf diese ausweiten könnte.
Neben dieser Sorge war dankenswerterweise eine enorme Hilfsbereitschaft, die bis heute anhält, vorhanden. Eine Vielzahl von Organisationen und Privatpersonen stellte ihre Empathie gegenüber der dortigen Bevölkerung unter Beweis, indem sie Sachgüter in die Ukraine schickten oder die dort lebenden Menschen mit einer Geldspende versahen.
Die Arbeiterwohlfahrt Wächtersbach, die in den vergangenen Jahren mehrfach unter Beweis stellte, dass ihr das Schicksal der sich in Not befindlichen Menschen nicht gleichgültig ist, nahm bereits am 4. März 2022 und somit nur neun Tage nach Kriegsausbruch, Hilfsgüter, die seitens der Bürgerschaft gespendet wurden, entgegen und beförderte diese mit zwei Kleinbussen zum Weitertransport in die Ukraine an in der Nähe befindliche Organisationen. Da das Spendenaufkommen unerwartet groß ausfiel, erfolgte bereits einen Tag später ein abermaliger Transport mit zwei Kleinbussen zu den „Hanauer Jungs“.
Während ein Teil der Vereine und Verbände ihre Hilfsbereitschaft bereits nach wenigen Wochen bzw. Monaten einstellte, ist die AWO Wächtersbach der einzige Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt im Main-Kinzig-Kreis, der diese soziale Arbeit, die den vom Krieg befallenen Menschen zu Gute kommt, weiterhin ausführt.
Wenn auch nicht mehr in der Häufigkeit, die in den ersten drei Monaten des Krieges eine wöchentliche Entgegennahme und Weiterleitung der Hilfsgüter erforderte, so findet die Entgegennahme der Hilfsgüter seit dem Monat Juni 2022 bis zum heutigen Tag einmal im Monat statt. Grund dafür ist die nachlassende Spendenbereitschaft der hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger.
„Es ist bewundernswert, wie groß die Empathie der Menschen vor Ort bzw. der Menschen benachbarter Gemeinden gegenüber der ukrainischen Bevölkerung ist. Mit der Weiterleitung der uns überlassenen Hilfsgüter wollen wir der vom Krieg befallenen ukrainischen Bevölkerung vor Augen führen, dass sie in ihrer Not nicht alleine ist, sondern dass es noch Menschen gibt, die ihnen durch die Spende von Bekleidung, Lebensmitteln, Arzneimitteln und Körperpflegemitteln hilfreich zur Seite stehen und ihnen dadurch ihre Solidarität bekunden“, richtet der Erste Vorsitzende der AWO Wächtersbach, Norbert Döppenschmitt, Worte des Trostes an die ukrainische Bevölkerung.
Worte des Dankes richtet Döppenschmitt hingegen an die mitfühlenden Bürgerinnen und Bürger, die durch ihren Beistand dazu beitragen, dass sich die vom Krieg befallene ukrainische Bevölkerung nicht alleine gelassen fühlt.
Den größten Dank widmet Döppenschmitt jedoch an seine fleißigen und zuverlässigen Helferinnen und Helfer aus der Vorstandschaft. „Ohne deren nicht hoch genug zu bewertende Hilfe wäre eine Unterstützung der sich im Krieg befindlichen ukrainischen Menschen unvorstellbar. Wer solche, mit einem großen Herz für andere versehene Personen in seinen Reihen hat, kann sich froh und glücklich schätzen“, so Döppenschmitt.
Der an der Hilfe anteilnehmenden Bürgerschaft wünscht der Vorstand der AWO Wächtersbach ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes und von Frieden begleitetes neues Jahr.
Aufenau. Für den MSC Aufenau endete die Saison 2025 mit zwei erfreulichen Veranstaltungen, bei denen gleich zwei Vereinsfahrer ausgezeichnet wurden.
Zunächst fand Anfang November im Kulturhaus Aufenau die Meisterschaftsfeier des Motocross Hessen Cup statt. In der stark besetzten Quadklasse belegte Marlon Pfeifer vom MSC Aufenau den dritten Platz in der Meisterschaft. Der Abend bot mit Quiz, Tombola und Siegerehrung einen stimmungsvollen Rahmen für den Abschluss der Hessen-Cup-Saison.
Eine Woche später folgte die Meisterehrung der DMV-Landesgruppe Hessen in Grasellenbach. Dort wurden Marlon Pfeifer (Quadklasse) und Olaf Pospiezsynski (Einsteigerklasse) als DMV-Hessenmeister geehrt. Beide Fahrer erhielten ihre Auszeichnungen im Rahmen der traditionellen Ehrungsgala des Landesverbands.
Für den MSC Aufenau sind die Erfolge ein gelungener Schlusspunkt des Motorsportjahres und zugleich Rückenwind für die kommende Saison. Bereits jetzt richtet sich der Blick auf die kommende Saison. Insbesondere auf das Flutlicht-Motocross, das am 13. Juni 2026 wieder in Aufenau ausgetragen wird.
Wächtersbach. Am 5. Dezember fand die diesjährige Weihnachtsfeier des VdK Wächtersbach im kleinen Saal der Heinrich-Heldmann-Halle statt. Der Raum wurde von Vera Maise und ihren Helferinnen und Helfern festlich geschmückt und sorgte bereits beim Betreten für eine weihnachtliche Atmosphäre. Die Feier war sehr gut besucht.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Edmund Heimrich und einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder, richteten Bürgermeister Weiher und Stadtverordnetenvorsteher Volkmann einige Worte an die Anwesenden und überbrachten beste Wünsche zur Adventszeit.
Im Jahr 2025 können sechs Mitglieder auf eine runde, langjährige Mitgliedschaft zurückschauen. Leider konnten fünf der Jubilare aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Feier teilnehmen. Herr Werner Brill bekam für seine 25jährige Treue zum VdK eine Urkunde, Anstecknadel und ein kleines Präsent vom Vorsitzenden überreicht. Die anderen Jubilare werden zu einem späteren Zeitpunkt geehrt.
Im Anschluss wurde ein schmackhaftes und reichhaltiges Essen serviert, das großen Anklang fand. Danach wurde die Gelegenheit genutzt, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ein Höhepunkt des Abends waren zwei weihnachtliche Geschichten, die von Vera Maise vorgetragen wurden und weihnachtliche Stimmung verbreiteten.
Nach geselliger Unterhaltung klang gegen 21 Uhr die harmonische und gemütliche Feier aus.
Wächtersbach. Nach erfolgreicher Qualifikation bei der Gaumeisterschaft im September 2025, war es am 8. November soweit. Lien Luckhardt vom TV Wächtersbach durfte bei der Hessischen Einzelmeisterschaft in Melsungen in
den Disziplinen 30 sec Speed, 180 sec Speed, Freestyle und Double Under Cup starten.
Beim Speed zählt jeder fehlerfreie Sprung innerhalb des jeweiligen Zeitfensters. In der Freestyle-Disziplin präsentierte Lien den Kampfrichtern und dem Publikum eine anspruchsvolle Kür mit Sprüngen, akrobatischen Elementen und komplizierter Seilführung. Beim Double Under Cup wird das Seil bei einem Sprung zweifach durchgezogen, diese Disziplin erfordert hohe Sprungkraft, Schnelligkeit und Kondition. Durch die tolle Leistung brachte Lien in seiner Altersklasse drei Bronze-Medaillen und eine Gold-Medaille mit nach Wächtersbach.
Die Abteilung Rope Skipping freut sich über den Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen und schaut auf ein erfolgs- sowie ereignisreiches Jahr 2025 zurück.