Aufenau. Der VDK Aufenau feierte Mitte Dezember seine traditionelle Weihnachtsfeier. Julius Bergmann begrüßte alle Freunde, Mitglieder sowie Bürgermeister Andreas Weiher, Pfarrerin Beate Rilke, Stadtverordneter Jan Volkmann, Ortsvorsteherin Angelika Schaub und Behindertenbeauftragter Achim Freund.
„Lasst uns froh und munter sein“ - „dieses Lied entstand 1830 als eine große Hungersnot in Wächtersbach und in Deutschland regierte. Damals sollte dieses Lied Zuversicht geben, das passt auch in unsere heutige Zeit, mit Unsicherheit was das Weltgeschehen betrifft, Zuversicht in unsicheren Zeiten geben“. Das war die Begrüßungsrede von Andreas Weiher.
Unter diesem Motto feierten die Anwesenden das traditionelle Weihnachtsfest. Ortsvorsteherin Angelika Schaub und Ingrid Heck verschönerten den Nachmittag mit einer Weihnachtsgeschichte. Gabi Dill hat viele selbst gehäckelte Engel zum Verkauf angeboten, den Erlös spendete sie dem Ortsverband. Julius Bergmann bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern für die Unterstützung besonders bei Marga Oerter die jedes Jahr alle Karten zur Hochzeit oder Geburtstag in kleinster Handarbeit gestaltet. Auch bei Familie Kauer die dieses Jahr die Dekoration des Kulturhauses übernommen hat. Ein weiterer Dank gilt der Stadt Wächtersbach für die Bereitstellung der Räumlichkeiten im Kulturhaus und natürlich auch der Gesangsgruppe Churchis die mit ihrem Liedervortrag den Nachmittag bereicherten.
Bei Kaffee, Kuchen und Glühwein genossen zahlreiche Anwesende ein paar schöne adventliche Stunden.
Zum Schluss wünschte Julius Bergmann allen besonders aber den kranken und betagten Mitgliedern eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Wächtersbach. Die diesjährige Jahreshauptversammlung des EFC Adlerauge 09 Birstein/Wächtersbach fand im Sportlerheim Birstein mit zahlreichen Mitgliedern statt. Der Erste Vorsitzende gab dabei unter anderem einen Überblick, mit den zurückliegenden Aktivitäten, und der zukünftigen Vorhaben. Zudem wurden Neuwahlen des Vorstandes durchgeführt.
Weiterhin bleiben Erster Vorsitzender Christoph Prinz, Schriftführer Hans Kuschel sowie Kassierer Andreas Ploeb (hintere Reihe). Als neue Zweite Vorsitzende wurde Isabell Prinz für die aus beruflichen Gründen ausscheidende Nadine Schmidt einstimmig gewählt. Durmus Sabanci komplettiert als Beisitzer den neuen Vorstand.
Aktuelles findet man auf der eigenen Homepage unter https://efc-adlerauge-waechtersbach.jimdofree.com/. Der nächste Stammtisch ist am 6. Februar, in Wächtersbach im „Kikeriki“.
Gelnhausen. Manchmal passt ein Projekt besonders gut zur Adventszeit: Es bringt Menschen zusammen, macht Freude – und bewirkt ganz konkret etwas für andere. Genau das hat der Benefiz-Adventskalender des Lions Clubs Main-Kinzig Barbarossa im Jahr 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Insgesamt wurden 7.000 Kalender gedruckt und an den bekannten Verkaufsstellen angeboten. Der Erlös von rund 34.000,- Euro fließt vollständig in Kinder- und Jugendprojekte.
„Was uns besonders bewegt, ist dieses starke Miteinander“, sagt Christian Kinner, Gründungspräsident des Lions Clubs Main-Kinzig Barbarossa. „Wenn Sponsoren, Verkaufsstellen, Unternehmen und Käuferinnen und Käufer gemeinsam Verantwortung übernehmen, entsteht daraus eine Kraft, die weit über den Kalender hinaus wirkt.“
Für Jochen Bühler, den aktuellen Präsidenten des Lions Clubs Main-Kinzig Barbarossa, steht der Adventskalender sinnbildlich für die Haltung des Clubs: „Dieser Kalender ist mehr als eine Lotterie. Er steht für Zusammenhalt, Vertrauen und Verlässlichkeit – und dafür, dass aus vielen kleinen Beiträgen eine große Unterstützung für Kinder und Jugendliche wird.“
Ein starkes Zeichen setzten auch 2025 erneut die zahlreichen Sponsoren: Die Druckkosten des Kalenders wurden vollständig über Sponsorengelder abgedeckt. Damit kommt der Erlös eins zu eins den geförderten Projekten zugute – ein zentrales Anliegen der Lions.
Besonders attraktiv war der Benefiz-Adventskalender auch durch seine Gewinne: 720 Preise im Gesamtwert von über 35.000,- Euro wurden verlost. Hinter diesen Preisen stehen engagierte Unternehmen und Geschäftsleute aus dem Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus, die das Projekt seit Jahren mit großer Selbstverständlichkeit unterstützen.
Die Gewinne können – wie in den vergangenen Jahren – ab dem 5. Januar bis Mitte Februar während der Öffnungszeiten in der Tourist-Information Gelnhausen abgeholt werden. Die Gewinnabfrage erfolgt über den auf dem Kalender abgedruckten QR-Code.
Über die konkrete Verteilung der 34.500 Euro entscheidet der Lions Club in den kommenden Wochen. Gefördert werden sowohl regionale als auch ausgewählte überregionale Kinder- und Jugendprojekte, die sich nachhaltig für junge Menschen einsetzen.
Nach dem Adventskalender ist vor dem Adventskalender: Wer sich mit Spenden, Bestellungen oder Preisen am Adventskalender 2026 beteiligen will, kann sich per E-Mail an
Wächtersbach/Neudorf. Zum Jahresende ist immer viel los. Einige der Kinzigspatzen freuen sich jedes Jahr darauf und fahren mit zum Musikerlebnistag des Chorverbandes Main-Kinzig. Da wird musiziert, gesungen und getanzt, bei dem alle Kinder immer viel Spaß haben.
Die liebevoll gepackten Päckchen der Kinzigspatzen konnten auch in diesem Jahr wieder bei der Kinderzukunft abgegeben werden. Aber nicht nur diese hatte Chorleiterin Doris Knobloch dabei, sondern auch wieder, viele tolle selbstgestrickte Socken und handgestrickte Teddys von fleißigen Damen. Über diese Geschenke voller Wärme machen die Kinzig-spatzen wieder den Kindern, die in Not sind, eine kleine Freude zu Weihnachten. Direkt zu Beginn des Advents machten sie sich dann auf, um im AWO-Heim in Wächtersbach etwas Adventsstimmung zu verbreiten.
Für den 6. Dezember kündigte sich auf dem Neudorfer Spielplatz der Nikolaus an. Da durften die Kinzigspatzen natürlich nicht fehlen. Viele Kinder aus Neudorf gesellten sich zu den Kinzigspatzen und sangen kräftig mit ihnen mit, dass es der Nikolaus nicht überhören konnte. Dann kam er mit seinem Knecht Ruprecht an, der ihm half, die vielen Geschenke an alle Kinder zu verteilen. Natürlich sangen ihm die Kinder zum Abschluss dann noch etwas.
Den Abschluss des Jahres bildete wie jährlich die „besinnliche Adventsstunde“ in Neudorf, bei dem die Kinzigspatzen wieder aktiv dabei waren.
Alle, die bei den Kinzigspatzen (ab 6 Jahren und älter) gerne mitmachen möchten, sind ganz herzlich willkommen. „Kommt einfach ab dem 21. Januar, 17 Uhr, in das Dorfgemeinschaftshaus Neudorf. Die Kinzigspatzen freuen sich auf euch.“
Wächtersbach. Das neue Konzept der ersten Wächtersbacher SchlossWeihnacht ging voll auf. Für die Besucher gab es viel Neues zu entdecken. Besonders beeindruckt waren die meisten wohl von der imposant dekorierten Hochzeitswiese neben dem Schloss. Hier wurde so manches Erinnerungsfoto festgehalten.
Pünktlich zur Eröffnung hörte der Nieselregen endlich auf. Bürgermeister Andreas Weiher eröffnete um 15 Uhr den Markt und begrüßte die bereits zahlreichen Besucher und bedankte sich besonders beim Bauhof für den tatkräftigen Einsatz, bei den Ausstellerinnen und Ausstellern, bei der Veranstalterin Ute Metzler von der Messe Wächtersbach GmbH, bei Verena Kohler für die Organisation und Helen Seeber, Erste Vorsitzende vom Verkehrs- und Gewerbeverein e.V. sowie allen Helfenden. Mit 34 Ausstellern waren es doch auch einige mehr als im Vorjahr. Kunsthandwerk, Hausmacher Wurst, kulinarische Highlights - es blieben kaum Wünsche offen. Auch die Tombola von Christel Mecke gemeinsam mit der evangelischen Kirche war genauso vertreten, wie der Verkauf des Kalenders zugunsten des Frauenhauses.
Er wies auf die festlich geschmückte Altstadt und den Brunnen vor dem Alten Rathaus (geschmückt vom Altstadtförderverein) hin. Ebenso auf die Möglichkeit, in der Altstadt die Geschäfte zu besuchen oder sich bei Café Tally’s, NINAS sowie beim Lädchen Kreatives Chaos zu stärken. Der Altstadtförderverein war in der Bachstraße 3 mit einem Glühwein-Stand dabei und verkaufte Kunstwerke sowie den Altstadtkalender.
Er lobte die Neugestaltung und freute sich, dass der Markt nun am Schloss angekommen ist. Auch wenn der Platz im nächsten Jahr nochmal anders aussehen wird.
Er gab einen kurzen Überblick auf das Programm und dann übernahmen die Kindergärten, die wieder traditionell Weihnachtsschmuck mit den Kids gebastelt haben. Dieser wurde dann eifrig an die beiden Tannenbäume angebracht. Die Elisabeth-Curdts-Tagesstätte, die Kita Regenbogen und die Kindertagesstätte Abenteuerland waren in diesem Jahr dabei. Als Dankeschön erhielt jedes Kind einen Gutschein für das wunderschöne und große Karussell, welcher direkt eingelöst wurde. Besonders beliebt waren hier die fliegenden Untertassen und Raketen, weil man sie manuell hoch fliegen lassen konnte. Auch der acht Meter grosse Weihnachtsmann neben dem Karussell kam bei den kleinen Besuchern sehr gut an.
Um 16 Uhr, pünktlich auf die Minute, betrat der Nikolaus den Markt und eine Schar Kinder gefolgt von ihren Eltern begleiteten ihn bis zur Bühne. Einige Gedichte, die fleissig auswendig gelernt wurden sowie Lieder wurden dem Nikolaus präsentiert. Bürgermeister Weiher kam dem Nikolaus zur Hilfe, damit niemand lange warten musste. Ausgestattet mit Weckmann und Mandarine, konnten die Kinder dann direkt zu Margarethe Haupt ins Schloss zur Vorlesestunde gehen und es sich im weihnachtlich hergerichteten Foyer gemütlich machen. Margarethe Haupt ist zertifizierte Vorleserin und vielen bekannt durch die Lesestube auf der Wächtersbacher Messe. Ebenso hat sie immer wieder regelmäßig in der Elisabeth-Curdts-Tagesstätte vorgelesen.
Unter der Leitung von Gereon Fuchs betrat dann um 17 Uhr der Musikzug Wächtersbach den Musikpavillon und unterhielt die Besucher. Ab ca. 19.30 Uhr übernahmen WKKW und brachten so richtig Stimmung auf den Platz. Auch der letzte Zentimeter war nun mit Besuchern gefüllt und die Stimmung großartig! Rock- und Popsongs mit Weihnachtsliedern gemischt - hier war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die kleinen Besucher kamen auf ihre Kosten. Einige von ihnen durften zu „In der Weihnachtsbäckerei“ mit auf die Bühne und hatten sichtlich Spaß dabei.
Leider war uns das Wetter nicht so gut gesonnen und der Sonntag startete etwas verregnet. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde trotzte aber dem Wetter und unterhielt die Besucher mit weihnachtlichen Klängen.
Die Jugendband „Nova Beat“ hatte ihren Auftritt leider wetterbedingt kurzfristig abgesagt.
Glücklicherweise klarte es gegen Mittag etwas auf und der Regen hatte Erbarmen.
Ab 13 Uhr lud das Heimatmuseum zur kostenlosen Besichtigung ein. Ab 14 Uhr konnte man wieder bei Margarethe Haupt im Schloss-Foyer Platz nehmen. Um 15 Uhr war er dann wieder da: Der Nikolaus. Er drehte eine große Runde über den Markt, am Karussell vorbei und wieder zurück. Zahlreiche Kinderaugen strahlten, etliche Erinnerungsfotos wurden geschossen und die Weckmänner und Mandarinen verzehrt.
Unter der Leitung von Hanni Schilling gab die Honey Crew das großartige Schlusskonzert. Und so endete das erste Adventswochenende mit der ersten Wächtersbacher SchlossWeihnacht.
„Wir bedanken uns bei allen Ausstellerinnen und Ausstellern, bei den Besuchern, bei den Kindern, die so zahlreich die Bäume geschmückt haben und generell bei allen Helfern, die hinter den Kulissen mitgewirkt haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit!“
Bad Soden-Salmünster. Seit diesem Schuljahr läuft im Ganztagsangebot der Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster eine IT-AG in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Unternehmen Maxworx.
Das IT-Unternehmen Maxworx ist Mitglied der bundesweiten Initiative Wissensfabrik e.V., bestehend aus über 130 Unternehmen und Stiftungen, die sich für die Förderung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bei Kindern und Jugendlichen einsetzt, um die Innovationsfähigkeit und Fachkräftesicherung in Deutschland zu stärken.
Joelina Graf, Mitarbeiterin des Unternehmens Maxworx, unterrichtet den IT-Kurs mit dem Material des praxisnahen Bildungsprojekts „IT2School“, das handlungsorientiert, interaktiv und haptisch die Funktionsweise des Internets und Grundlagen des Programmierens vermittelt.
Das Unterrichtspaket „IT2School“ wurde von der Wissensfabrik e.V. gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Didaktik der Informatik der Universität Oldenburg entwickelt.
Das Unternehmen Maxworx sieht in der Zusammenarbeit mit der Henry-Harnischfeger-Schule einen großen Erfolg und lobt die Schülerinnen und Schüler für ihr großes Interesse und ihre Mitarbeit: „Wir vermitteln Grundlagen der IT und freuen uns Schülerinnen und Schüler dabei aktiv unterstützen zu können. Gleichzeitig lernen wir unsere zukünftigen Praktikanten, Auszubildenden und Studierenden kennen. Wir zeigen mit unserem positiven Beispiel auch anderen Unternehmen, dass eine Kooperation mit Schule und der Wissensfabrik e.V. als Partner funktioniert.“, erklärt Joelina Graf von Maxworx.
Davon wollten sich auch Mitarbeiter und Partner der Wissensfabrik e.V. persönlich überzeugen und waren zu Gast in der Henry-Harnischfeger-Schule. Sie erlebten ihr Unterrichtsmaterial im Einsatz und interviewten Schülerinnen und Schüler, um so eine direkte Rückmeldung zu erhalten.
Dr. Markus Riefling, Bildungsreferent bei der Wissensfabrik e.V., zeigte sich erfreut darüber, wie gut das Unterrichtsmaterial an der Henry-Harnischfeger-Schule angenommen wird.
In Rollenspielen übernahmen die Schülerinnen und Schüler z.B. die Funktionen eines Routers, Providers, DNS-Servers und mussten darstellerisch Kontakte zueinander herstellen. Danach ging es an den schuleigenen Laptops an das Programmieren eines Computerspiels.
Julia Czech, Pädagogische Leitung der Henry-Harnischfeger-Schule, bedankt sich insbesondere bei Joelina Graf und der Initiatorin der Kooperation, Frau Ida Göbel, für das gemeinsame Projekt: „Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren von der Arbeitsgemeinschaft enorm: Sie lernen von und mit IT-Experten und erarbeiten sich Erkenntnisse und Arbeitsweisen, die in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt relevant sind. Kooperationen wie unsere entdecken und fördern junge Talente und sichern Zukunftschancen.“
Main-Kinzig-Kreis. Das Projekt „WibiNA – Wildbienen-Netzwerk-Agrarlandschaft“ des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig-Kreis e.V. ist ab sofort Mitglied im Projekt „Lernfeld Landwirtschaft“ des Landkreises. Offiziell besiegelt wurde die Zusammenarbeit durch die Übergabe einer Mitgliedsplakette durch Dezernent Andreas Hofmann.
Das „Lernfeld Landwirtschaft“ hat das Ziel, Kindern und Jugendlichen praxisnah zu vermitteln, wie vielfältig unsere landwirtschaftlichen Betriebe sind und wie der Arbeitsalltag auf einem Bauernhof aussieht. Mit dem WibiNA-Projekt erhält das Netzwerk eine wichtige Ergänzung im Bereich Artenvielfalt und Bestäuberleistungen und vermittelt, wie diese untrennbar mit unserer Nahrungsmittelproduktion zusammenhängen.
Bereits am Tag nach der offiziellen Übergabe der Mitgliedsplakette war die Kita Goldregen aus Kilianstädten zu Gast im Wildbienengarten. Pädagogin Lara Lang vermittelte den Kindern spielerisch, warum Wildbienen nicht nur für bunte Blumenwiesen, sondern auch für unsere Ernährung unverzichtbar sind. Denn ohne die Bestäubung durch die Wildbienen gäbe es viele Obst- und Gemüsesorten in deutlich geringerer Vielfalt und Menge.
„Es ist schön zu sehen, wie lebendig Wissen über Landwirtschaft und Naturschutz vermittelt werden kann. Gerade Kinder profitieren davon, wenn sie die Zusammenhänge zwischen Natur und Alltag direkt erleben dürfen“, betonte Landwirt Erhard Schmidt, Projektpartner des WibiNA-Projekts.
Mit der Aufnahme von WibiNA wird das Themenspektrum des Lernfelds Landwirtschaft um einen weiteren wichtigen Baustein erweitert. Interessierte Kitas oder Schulgruppen des Main-Kinzig-Kreises können sich gerne an die Projektkoordination wenden und einen Termin für eine Wildbieneneinheit vereinbaren. Ansprechperson im Wildbienen-Netzwerk-Agrarlandschaft „WibiNA“ ist Johanna Hepp (
Gelnhausen. Vor zehn Jahren entstand eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: Menschen sollen mobil bleiben – unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Heute ist die Fahrradwerkstatt im Keller der Gemeinschaftsunterkunft „Vor der Kaserne 4“ in Gelnhausen ein wichtiger Treffpunkt für viele Geflüchtete und ein Ort gelebter Solidarität. Unterstützt vom DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern sorgt ein engagiertes Team dafür, dass Fahrräder, Roller, Kinderwagen und vieles mehr wieder fahrtüchtig werden – unentgeltlich und zuverlässig. Ob eine Schraube nachgezogen oder ein ganzes Rad repariert werden muss – hier wird geholfen, bis alles wieder rund läuft. „Die Freude ist jedes Mal groß, wenn ein repariertes Rad die Mobilität zurückbringt“, sagt Thomas Kramer, Leiter der Werkstatt. „Es bedeutet, selbstständig zum Job oder Einkaufen fahren zu können, die Kinder in den Kindergarten zu bringen oder einfach unabhängiger zu sein.“ Die Werkstatt ist weit mehr als ein Ort für handwerkliche Hilfe. Sie schafft Begegnungen, fördert Integration und verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft – weit über das Schrauben hinaus.
Das Deutsche Rote Kreuz Gelnhausen-Schlüchtern betont die Bedeutung des Projekts: „Die Werkstatt verbindet praktische Hilfe mit sozialem Engagement. Sie zeigt, wie einfache Ideen großen Nutzen für viele Menschen stiften können“, sagt Felix Porstner von der Migrationsberatung. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete in den Unterkünften in Gelnhausen.
Die Fahrradwerkstatt steht für Werte, die das Rote Kreuz seit jeher prägen – darunter Menschlichkeit, Freiwilligkeit und Zusammenhalt. Diese Grundsätze sind Teil der sieben Rotkreuz-Prinzipien, die weltweit gelten und das Handeln des DRK leiten.
Zehn Jahre Engagement bedeuten zehn Jahre gelebte Grundsätze – ein Projekt, das Menschen bewegt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Brachttal. Eine große Delegation des Museums- und Geschichtsvereins Brachttal begleitete den stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Berting ins Main-Kinzig-Forum nach Gelnhausen, wo ihm Landrat Thorsten Stolz und Christine Rädler vom Zentrum für Regionalgeschichte in einer Feierstunde die Medaille für Heimatpflege und Geschichtsforschung 2025 verliehen. Alle fanden: Uli hat es verdient!
Außer Ulrich Berting erhielten auch Monika Ruppel aus Bad Soden-Salmünster und der Heimat- und Geschichtsverein Klein-Auheim diese Auszeichnung. Die Feierstunde wurde musikalisch von Kurt Racky mit seiner Drehleier umrahmt. Der Landrat erläuterte, dass Karl Eyerkaufer 1988 diese Auszeichnung eingeführt habe, um Personen und Institutionen aus den drei Altkreisen zu ehren, die sich herausragende Verdienste um die Heimatforschung und Geschichtspflege erworben hätten. „Aus der Geschichte können wir Lehren ziehen, das ist heute wichtiger denn je“, sagte Stolz. Ulrich Berting aus Schlierbach sei 2006 dem Museums- und Geschichtsverein Brachttal beigetreten und sei seit 2007 stellvertretender Vorsitzender. Sein besonderes Interesse gelte der Waechtersbacher Keramik, einem Label, das einst Weltruhm erlangt habe. Für das Brachttal-Museum in Spielberg habe Berting einige Ausstellungen zu diesem Thema entworfen und mitgestaltet, ebenso Ausstellungskataloge und Bücher. Ebenso habe er dazu beigetragen, dass die Schlierbacher Schulchronik und die Zeichenmappe Christian Neureuthers restauriert werden konnten. Ulrich Berting habe so viel zur Erinnerungskultur in Brachttal beigetragen.
Ulrich Berting dankte für die Auszeichnung und wertete die Medaille als Zeichen gegen die Vernichtung des Kulturgutes. Als gebürtigen Schlierbacher hätten ihn die Geschehnisse in seinem Heimatort interessiert. Seit 50 Jahren beschäftige er sich mit der Geschichte der Waechtersbacher Keramik, und das sei eine große Herausforderung. Er habe für das Brachttal-Museum Ausstellungen und Kataloge konzipiert. Derzeit arbeite er an einem Buch über Ursula Fesca, das sei bereits das sechste Fachbuch des Vereins. Brachttals Bürgermeister Wolfram Zimmer dankt Berting für seinen Einsatz. Auch in die Ausgestaltung der 750-Jahr-Feier Schlierbachs sei der Verein eingebunden. Die Gemeinde unterstütze die Projekte des Vereins.
Wächtersbach. Am Freitag, 5. Dezember, verwandelte sich die evangelische Gemeindebücherei in eine kleine vorweihnachtliche Werkstatt. Zahlreiche Kinder nahmen am Lese- und Bastelnachmittag teil, der ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Kreativität und Adventsfreude stand.
Der Nachmittag begann mit einer Kamishibai-Vorführung des Bilderbuchs „Ein Fest für alle“. Mit großen, farbenfrohen Bildkarten und einer lebendigen Erzählweise gelang es der Vorleserin, die jungen Zuhörer sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die Kinder lauschten aufmerksam, stellten Fragen und kommentierten begeistert die Szenen, in denen Freundschaft, Zusammenhalt und ein besonderes winterliches Fest im Mittelpunkt standen.
Im Anschluss daran durften die Kinder selbst aktiv werden. Bei der Bastelaktion entstanden dekorative Weihnachtsbäume und Kerzen aus Papier. Unterstützt vom Betreuungsteam der Bücherei entwickelte sich ein fröhliches Miteinander, bei dem viele kleine Kunstwerke und noch mehr strahlende Gesichter zu sehen waren.
Der nächste Bastelnachmittag ist bereits in Planung und wird im Frühjahr stattfinden. Die Bücherei bleibt in den Weihnachtsferien geschlossen und öffnet wieder am 15. Januar 2026.