Hilfsgüterspenden für Ukraine übertrafen Erwartungen der kühnsten Optimisten

awoWächtersbach. Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt ist dafür bekannt, dass er sich den in Not befindlichen Menschen annimmt. Davon betroffen sind auch die Menschen in der Ukraine, die der Ortsverein bereits seit dem Kriegsbeginn im Monat Februar 2022 unterstützt. Indem er Hilfsgüter der verschiedensten Art, wie zum Beispiel Lebensmittel, Babynahrung,  Bekleidung, Decken, Körperpflegemittel, verschreibungsfreie Medikamente etc. annimmt und diese an Personen oder Organisationen, die den Transport in die Ukraine durchführen, liefert.

Nachdem der Ortsverein der AWO Wächtersbach über den Jahreswechsel hinaus eine kleine Verschnaufpause eingelegt hatte, um Kraft für neue Aktivitäten zu tanken, rief er im Januar 2026 zum wiederholten Male die Bevölkerung von Wächtersbach und der umliegenden Gemeinden zur Abgabe von Hilfsgütern auf. Was sich daraufhin am Freitag, 6. Februar, vor dem Vereinsraum der AWO Wächtersbach ereignete, übertraf selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten. Auto an Auto reihte sich vor dem Vereinsraum, um die darin befindlichen Hilfsgüter bei der AWO abzugeben. In lediglich zwei Stunden wurden so viel Hilfsgüter geliefert, dass das aus lediglich vier Personen bestehende Helferteam an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit gehen musste, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Doch nicht nur das Helferteam stieß an seine Grenzen, sondern auch der Vereinsraum, in dem das gespendete Material zwischengelagert wurde, hatte Probleme, die Hilfsgüter aufzunehmen.

Es war erfreulich festzustellen, dass das Schicksal, dem die im Kriegsgebiet wohnenden Menschen ausgesetzt sind, der Gleichgültigkeit innerhalb der hiesigen Bevölkerung keinen Raum ließ, sondern vielmehr ein hohes Maß an Empathie und Mitgefühl hervorrief. „Diese bewundernswerte Hilfsbereitschaft wird den Menschen, die sich in der schwersten Phase ihres Lebens befinden, sicherlich sehr gut tun. Sie wird auch deren Moral und deren Willen, nicht aufzugeben, sondern für das Überleben zu kämpfen, Kraft verleihen“, ist sich der Erste Vorsitzende der AWO Wächtersbach, Norbert Döppenschmitt, sicher.

Neben den abgegebenen vielfältigen Hilfsgütern sollen insbesondere die warme Winterbekleidung sowie die wärmenden Decken der frierenden Bevölkerung, die bei Aussentemperaturen von bis zu minus dreißig Grad in ungeheizten Wohnungen ausharren müssen, Schutz vor Erfrierungen bieten.

Sehr erfreut war Döppenschmitt auch darüber, dass sich Menschen aus den umliegenden Gemeinden an der humanitären Hilfsaktion für die Ukraine beteiligten. „Um diesen Menschen in deren tragischen und hilflosen Situation zur Seite zu stehen, darf kein Weg zu weit und keine Mühe zu groß sein. Zu kleinen Opfern, die der Rettung von Menschenleben dienen, muss jeder bereit sein. Wenn man sich einmal in die Lage dieser Menschen versetzt, würde man sich auch über jede Hilfe, und wäre sie noch so klein, freuen,“ so der Erste Vorsitzende der .AWO Wächtersbach.

Doch jede Hilfe, die für die in großer Not befindlichen Menschen zu leisten ist, bedarf des Engagements von Personen, die ihre Zeit und ihre Kraft diesen Menschen zur Verfügung stellen. So wie am vergangenen Wochenende, als nach der Entgegennahme der Hilfsgüter noch weitere Arbeiten, wie zum Beispiel das Be- und Entladen von insgesamt vier bis unter das Dach vollgepackten Kleinbussen mit Hilfsgütern sowie deren Beförderung, zu tätigen waren. „Lydia Gerwes sowie Doris und Manfred Prähler, gilt mein besonderer Dank. Sie unterstützen mich so gut sie können bei diesen teilweise nur mit großem körperlichen Aufwand zu verwirklichenden humanitären Aktionen. Ohne deren Hilfe könnten die vorgesehenen Maßnahmen nur in geringem Umfang in die Tat umgesetzt werden.  Diesen, im Vorstand der AWO Wächtersbach befindlichen Personen, gilt mein ganz besonderer Dank“, so Döppenschmitt.

„Einen großen Dank möchte ich auch den Spendern von Hilfsgütern zollen. Schön dass es diese, mit großem Herzen  ausgestatteten Menschen, die Nächstenliebe über das eigene Ego stellen, gibt. Insbesondere in schweren Zeiten ist diese uneigennützige Art eine der höchsten Tugenden, die von immenser Bedeutung geprägt ist“, schließt Döppenschmitt seine Ausführungen zu dieser mir großer Empathie verbundenen humanitären Aktion, ab.

Die AWO selbst erfuhr auch viele Worte des Dankes und des Lobes von den hilfsbereiten Menschen. „Schön, dass ihr euch für die Menschen in der Ukraine einsetzt“, oder auch, „wir sind euch für das große Engagement, das dem Wohle anderer in deren schwierigen Situation gilt, sehr dankbar,“ war für die Helferinnen und Helfer Labsal für deren Seelen und Motivation zugleich, sich auch künftig den in Not befindlichen Menschen zu widmen.